Kurzer Abriss der Geschichte
der Hansestadt Wismar

Unter besonderer Berücksichtigung der Schwedenzeit bis 1903

1229 Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Wismar.
1257 Verlegung des Wohnsitzes von Fürst Johann von Mecklenburg nach Wismar (Wismar wird Residenzstadt bis 1358).
1259 Lübeck, Rostock und Wismar schließen einen Vertrag zur Sicherung ihrer Handelswege. Es beginnt Wismars Zugehörigkeit zur Hanse.
1276 Baubeginn der Stadtmauer, die später fünf Stadttore und 36 Wiekhäuser besaß.
1339 Vertrag mit Baumeister Johann Grote über Vollendung des Chores und den Bau der Marienkirche (um 1370 Fertigstellung des Langhauses).
1380 Der Name des Seeräubers Klaus Störtebeker taucht in einem städtischen Gerichtsbuch auf.
1381 Beginn des hochgotischen Neubaus am Chor von St. Nikolai (Abschluss 1485-87 mit der Errichtung des oberen Turmgeschosses).
1404 Beginn des hochgotischen Neubaus am Turm von St. Georgen (1478 Abschluss der Bauarbeiten am Langhaus).
1524/25 Einführung der Reformation in Wismar.
1553/55 Bau des Neuen Hauses des Fürstenhofs im Stil der Renaissance.
1569 Baubeginn des Schabbellhauses an der Schweinsbrücke.
1580 Bau der Wasserkunst auf dem Marktplatz.
1632 Einnahme der Stadt durch schwedische Truppen.
1648 Die „Stadt und Herrschaft Wismar“ fällt durch den Friedensschluss von Osnabrück an Schweden.
1653 Das Königlich-Schwedische Tribunal wird als oberster Gerichtshof für alle Besitzungen Schwedens auf deutschem Boden im Fürstenhof eingerichtet.
1675 Belagerung durch dänische, brandenburgische und kaiserliche Truppen. Wismar kapituliert.
1672-1700 Ausbau Wismars zur größten Festung Europas mit 18 Bastionen, 9 Ravelins und 2 Zitadellen sowie 700 Kanonen. Die Insel Walfisch erhält ein Fort.
1690 Bau des Provianthauses am heutigen Lindengarten.
1700 Bau des Zeughauses nach der Pulverturmexplosion (1699).
April 1716 Schweden muss die Herrschaft über Wismar während des Nordischen Krieges den Hohen Nordischen Alliierten übergeben.
1717 Die Festungsanlagen werden auf Verlangen der Dänen geschliffen. Zitadellen, Bastionen und der Turm auf der Insel Walfisch werden gesprengt.
1757 Eroberung Wismars durch preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg.
1803 In Malmö wird Wismar für 100 Jahre an das Großherzogtum Mecklenburg verpfändet.
1817 Neubau des Rathauses bis 1819 im Stil des Klassizismus nach Einsturz im Jahre 1807.
1881 Rudolph Karstadt eröffnet ein Tuch-, Manufaktur- und Konfektionsgeschäft in der Krämerstraße.
1893 Gründung der Podeus’schen Waggonbaufabrik.
1903 Das Königreich Schweden verzichtet nach Ablauf von 100 Jahren auf die Einlösung des Pfandes. Wismar wird endgültig dem Großherzogtum Mecklenburg eingegliedert.
1906 Bau der Straße nach Poel bis 1908.
1908 Gründung der Ingenieur-Akademie.
1925 Gründung der Niederdeutschen Bühne in Wismar.
1941 Gründung der Hanse-Werft an der Koggenoor.
1945 Das so genannte Gotische Viertel mit der Marienkirche als Mittelpunkt wird am 14./15. April durch den 12. und letzten Luftangriff im II. Weltkrieg zerstört.
1946 Gründung der Mathias-Thesen-Werft und Wiederaufnahme des Hafenbetriebes.
1960 Sprengung der durch den Krieg beschädigten Marienkirche, bis auf den Turm.
1970 Bau der Sport- und Mehrzweckhalle.
1988 Die Ingenieurhochschule erhält den Status einer Technischen Hochschule.
1990 Der Wiederaufbau der Georgenkirche beginnt.
1993 Besuch des schwedischen Königspaares.
1993 Einweihung der neu erbauten Seebrücke im Seebad Wendorf.
1994 Bau der „Kompaktwerft 2000“ mit Europas größtem überdachten Baudock bis 1997.
1997 Ansiedlung bedeutender Holz verarbeitender Großbetriebe auf dem Haffeld.
2000 Einweihung des Erlebnisbades „Wonnemar“.
2001 Das norwegische Chemiewerk Jackon beginnt mit der Produktion.
2002 Aufnahme der Altstädte Wismars und Stralsunds in die Welterbeliste der UNESCO.
2003 100-Jahr-Feier der endgültigen Rückkehr Wismars zum Land Mecklenburg.
2006 777 Jahre Wismar
2010 St. Georgen: Wiederinbetriebnahme nach 20 Jahren Aufbau
2014 Komplettsanierung „Zum Weinberg“
2014 Eröffnung der Aussichtsplattform St. Georgen und des
Welt-Erbe-Hauses